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Erlebnisbericht Lackiererei 2/4

Farbfindung:


Als erstes musste eine Farbe gefunden werden. «Die zu findende Farbe wird am bestehenden Auto mittels Farbspektrometer gemessen und in den Computer eingegeben.» erklärt Larissa Fahrni, auszubildende Lackiererin im 4. Lehrjahr. Sie betreut mich beim Farbmischprozess und wird auch später mit mir in der Lackierkabine sein. Erst wollte ich ein schönes Rot wählen, natürlich passend zu unseren Kleidern. Da dies jedoch eine Farbe gewesen wäre, bei welche man den kleinsten Fehler gesehen hätte, entschied ich mich für eine eher einfachere Farbe, ein Grün. Im Normalfall wird die Farbe anhand der Autos ermittelt, es soll ja kein Unterschied erkennbar sein. Im vorliegenden Fall ist es jedoch einfacher, es muss ja nirgends passen. Zum Glück. Denn schon hier gerate ich das erste Mal ins Schwitzen! Zwar gibt der Computer vor, welche Farben und Zusatzstoffe zusammen gemischt werden sollen, jedoch muss auf 0.1g genau eingefüllt werden. Zuviel oder zu wenig einer Zutat beigegeben, schon stimmt der Farbton nicht mehr. Natürlich passiert mir genau das. Wäre es ein Kundenfahrzeug, müsste nun das Mischen neu begonnen werden. Ich darf jedoch weitermachen. Gemischt wird übrigens meist mit umweltschonender wasserbasierter Farbe.


Anstelle der Mischung von Hand besteht auch die Möglichkeit, dass Farben automatisch gemischt werden. Das bringt den Vorteil mit sich, dass in dieser Zeit andere Dinge erledigt werden können wie Spritzkleidung anziehen oder die Lackierkabine einzuschalten. Dies ist ein weiterer Schritt für eine höhere Effizienz, zudem werden die Farben genauer dosiert als dies von Hand möglich ist.


Nun wird die Lackierpistole mit der Farbe beladen und es geht ab in die Kabine. Was das bedeutet und mit welchen Herausforderungen ich da zu kämpfen hatte, erfahrt ihr nächste Woche wenn es wieder heisst: «Pleiten, Pech und Pannen in der Kabine»



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